Vor über drei Millionen Jahren ging die Menschenaffenfrau Lucy aufrecht über das äthiopische Land. Eine Million Jahre später hatte sich der aufgerichtete Mensch, Homo erectus, entwickelt. Und schließlich, vor 150 000 Jahren, Homo sapiens, der ‚Verständige‘ – unser direkter Vorfahr. Der frühzeitige Jäger und Sammler besaß lange Beine und kurze Füße, um weite Strecken zu Fuß zu laufen. Wollte er sich ausruhen, geschah das im Liegen oder in der Hocke…
Das änderte sich, als die frühen Menschen sesshaft wurden und erste Sitzgeräte erfanden. Dennoch waren Stühle über Jahrtausende nur hochgestellten Personen vorbehalten: Königen, Priestern, angesehenen Bürgern. Erst mit der industriellen Produktion von Stühlen hielt langes Sitzen in der Bevölkerung Einzug. Das war Mitte des 19. Jahrhunderts. Mittlerweile sind wir zum Sitzen getrimmt. Auf dem Weg zur Arbeit sitzen wir, dort angekommen, wechseln wir vom Bürostuhl zum Besprechungssessel. In unserer Freizeit spielt Sitzen mittlerweile sogar die Hauptrolle: vor dem Fernseher und vor dem Computer. Wer sich zu kulturellen oder geselligen Veranstaltungen aufmacht, sitzt erneut. Wir leben also in einer Kultur des Sitzens. Doch das Sitzen übt einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit aus. In kürzester Zeit wird der gesunde Blutfluss in Mitleidenschaft gezogen. Wie schnell daraus Gefäßprobleme entstehen können, zeigte eine Studie aus den USA.
• Schon 3-stündiges Sitzen lässt die Gefäße altern
12 normalgewichtige, jüngere Männer nahmen an zwei 3-stündigen Untersuchungen teil. Bei der reinen Sitzstudie saßen die Teilnehmer für 3 Stunden auf einem Stuhl, ohne ihre Beine zu bewegen. Die Teilnehmer der Sitzpausen-Studie saßen ebenfalls, bewegten sich aber auf einem Laufband nach 30, 90 und 150 Minuten für 5 Minuten mit 2 Meilen pro Stunde. Die blutflussabhängige Erweiterung der Oberschenkelarterie wurde zu Studienbeginn und nach 1, 2 und 3 Stunden ermittelt. Bei der reinen Sitzstudie zeigte sich von Beginn an bis zum Ende ein signifikanter Abfall der strömungsvermittelten Erweiterung der Arteria femoralis. Auch die mittlere Scherrate und die antegrade Scherrate fielen in der reinen Sitzstudie ab. Beide sind ein Maß für die mechanische Belastung der Gefäße und definieren die Zähflüssigkeit des Blutes. Wurden während des Sitzens jedoch stündliche Pausen mit leichter Aktivität eingehalten, konnte der Abfall der strömungsvermittelten Erweiterung verhindert werden. Längeres Sitzen lässt also die Gefäße altern, zumindest in den unteren Extremitäten, so die Schlussfolgerung.
• Wie man unbemerkt 3 Stunden am Stück sitzt
Drei Stunden bewegungslos auf einem Stuhl zu verharren, das klingt unmöglich. Im Alltag passiert das allerdings schneller als man denkt. So gaben in der Eurobarometer-Umfrage von 2013 30 Prozent der befragten Studenten an, mehr als siebeneinhalb Stunden am Tag zu sitzen. Solche Vielsitzer mit täglich mehr als siebeneinhalb Stunden sind neben Managern auch alle Büroangestellten, von denen es nach Arbeitsplatz-Schätzungen in Deutschland knapp 18 Millionen gibt.
• Sitzend zur Arbeit und in den Urlaub
Das Sitzen quasi zum Beruf gemacht haben die Berufsfahrer. Schon auf dem Weg zur Arbeit sitzen die meisten Pendler, sei es im Auto oder in Bus und Bahn. So kommen an einem typischen Arbeitstag schnell 14 Stunden Sitzzeit zusammen, die Mahlzeiten und das Sitzen in der Freizeit eingeschlossen. Auf dem Weg in den Erholungsurlaub sitzen wir dann erneut: Auf einer langen Autofahrt, auf dem Langstreckenflug oder im Reisebus. Das eher unbequeme Sitzen auf Reisen führt sehr schnell zu müden und schweren Beinen, die häufig anschwellen.
Woran liegt das?
Beim engen Sitzen ohne große Beinfreiheit sind Hüfte und Knie fast im rechten Winkel abgeknickt. Das Blut fließt turbulent, was den Blutfluss in den Beinen und den venösen Rückfluss des Blutes zum Herzen stört. Dadurch, dass die Beinmuskulatur nicht arbeitet, liegt auch die Muskelpumpe still, die den Rücktransport zum Herzen unterstützt. Außerdem können die Venenklappen nicht richtig schließen, die eigentlich das Zurückfließen zu den Füßen verhindern sollen. So staut sich das Blut in den Unterschenkeln. Abgesehen von Sitzen und Bewegungsmangel sind Rauchen, Stress, starkes Übergewicht oder eine Schwangerschaft weitere Risikofaktoren für den gesunden Blutfluss.
• Mehr Bewegung als Ausgleich?
Dass Ausgleichssport die Risiken des Sitzens nicht ganz kompensieren kann, zeigte eine Metanalyse aus Kanada. Wie die Auswertung von 41 Studien ergab, erhöhte sich beim Dauersitzen (zwischen 4 und 11 Stunden täglich) das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 14 Prozent, für Krebs um 13 Prozent. Am deutlichsten war der Effekt beim Diabetes: Hier stieg das Erkrankungsrisiko bei langem Sitzen um 91 Prozent an. Dass das Sitzen tatsächlich ein unabhängiger Risikofaktor ist, wurde deutlich, nachdem alle Störgrößen statistisch eliminiert worden waren, auch der Einfluss der körperlichen Aktivität. Danach blieben die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit bestehen, ganz egal, ob am Feierabend oder am Wochenende Sport als Ausgleich betrieben wurde.
Anders sieht es bei intensiver körperlicher Aktivität aus, darauf verwiesen die Ergebnisse von acht Studien. So war ein niedriges Aktivitätsniveau mit einem höheren Erkrankungsrisiko verbunden. Entsprechend wiesen die Teilnehmer, die regelmäßig Sport trieben, ein um 30 Prozent niedrigeres Sterblichkeitsrisiko auf als Vielsitzer mit wenig Bewegung. Auch wenn das Sitzen in den einzelnen Studien mit unterschiedlichen Maßstäben bewertet wurde, stellte sich für die Autoren doch ein kausaler Zusammenhang zwischen der Sitzdauer und dem Krankheitsrisiko dar.
Einer neueren Analyse zufolge lassen sich die negativen Effekte des Sitzens sehr wohl ausgleichen. Das ergab die Auswertung von 16 Studien mit insgesamt über einer Million Teilnehmer aus den USA, Westeuropa und Australien. Der Ausgleich gelingt, wenn man sich an jedem Bürotag, an dem man acht Stunden lang sitzt, insgesamt mindestens eine Stunde lang bewegt.
Die Empfehlung für einen langen Tag im Sitzen lautet also: Unterbrechen Sie ihre sitzende Tätigkeit alle 30 Minuten und bewegen Sie sich, es genügen schon zwei Minuten.
• Wie man den gesunden Blutfluss erhält
Nicht nur Bewegung und Sitzunterbrechungen wirken sich positiv auf den Blutfluss aus. Der gesunde Blutfluss lässt sich auch direkt unterstützen. Geeignet ist ein wasser-löslicher Extrakt, der aus dem kernumgebenden Gelee der Tomate stammt. Dieser Wirkkomplex Fruitflow™ besteht aus 37 Verbindungen, darunter sekundären Pflanzenstoffen wie Nukleosiden und Nukleotiden, Phenolen und Polyphenolen sowie Flavonoiden. Die Pflanzenstoffe legen sich wie eine dünne Schutzhülle um die Blutplättchen und führen zum Syntrival®- Effekt.
Blutplättchen, Thrombozyten, sind für die Wundheilung nötig. Nach der Aktivierung bilden sie Fortsätze an der Oberfläche aus, mit denen sie sich vernetzen (Thrombozyten-aggregation) und so die Wunde verschließen. Chronische Entzündungen, Rauchen, hohe Blutfettwerte oder Bewegungsmangel aktivieren die Plättchen ebenfalls. Fruitflow™ in Syntrival® ist nun in der Lage, die glatte Form zu erhalten und die Zusammenballung der Blutplättchen zu hemmen. So unterstützt der Spezialextrakt eine glatte und geschmeidige Oberflächenstruktur und die normale Aggregation der Blutplättchen.

